Am 2. März 2026 fand an der BHAK Korneuburg ein besonderer Vortrag für die dritten Jahrgänge statt. Zu Gast war Prof.in Mag.a Hannah Lessing, die Generalsekretärin des Nationalfonds der Republik Österreich für die Opfer des Nationalsozialismus. In ihrem Vortrag sprach sie über die Arbeit des Nationalfonds und über die Bedeutung der Erinnerung an den Holocaust.
Zu Beginn stellte Hannah Lessing den Nationalfonds vor. Der Fonds wurde gegründet, um Überlebende des Nationalsozialismus zu unterstützen und um der Opfer zu gedenken. Sie erklärte, dass der Nationalfonds unter anderem finanzielle Unterstützung für Überlebende organisiert, Erinnerungsprojekte fördert und Bildungsarbeit leistet, damit die Verbrechen der NS-Zeit nicht in Vergessenheit geraten. Besonders betonte sie, wie wichtig es sei, dass sich junge Menschen mit der Geschichte auseinandersetzen.
Danach erzählte sie auch über ihren eigenen Werdegang. Hannah Lessing ist Ökonomin und engagiert sich seit vielen Jahren für die Erinnerungsarbeit in Österreich. Als Generalsekretärin des Nationalfonds steht sie in Kontakt mit vielen Überlebenden und ihren Familien. Durch ihre Arbeit versucht sie, zur Aufarbeitung der Vergangenheit beizutragen und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass die Geschichten der Opfer in Erinnerung bleiben.
Im Anschluss an den Vortrag hatten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Viele Interessierte nutzten diese Chance, um mehr über den Holocaust und die Erfahrungen der Opfer zu erfahren. Es wurden Fragen zum Leben der NS-Überlebenden, zur Arbeit des Nationalfonds und zum Umgang Österreichs mit seiner Geschichte gestellt. Hannah Lessing beantwortete die Fragen ausführlich und ging auch auf persönliche Begegnungen mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen ein. Durch ihre einfühlsame und offene Art konnte sie den Lernenden diesen historisch bedeutenden Teilbereich der österreichischen Geschichte näherbringen.
